Google Chromecast HDMI Streaming Media Player – Internet / Apps / Multimedia 2017

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Google Chromecast HDMI Streaming Media Player

Internet / Apps / Multimedia

Google Chromecast HDMI Streaming Media Player Preisvergleich und Datenblatt

Internetfähige Flachbildfernseher sind heutzutage größtenteils Standard. Dennoch gibt für ungetrübten Online-Spaß einige Hindernisse: Bei manchen Geräten ist die Bedienung der reinste Horror und nicht jeder ist bereit, einen funktionierendes, altes Gerät für viel Geld in ein aktuelles Modell einzutauschen. Zahlreiche TVs in deutschen Haushalten schlummern immer noch offline vor sich hin.

Inhaltsverzeichnis

  • Technische Voraussetzungen
  • Rudimentäre Installation
  • Smartphone und Tablet statt Fernbedienung
  • Kostenlose und gebührenpflichtige Apps
  • Ton- und Bildqualität
  • Fazit
  • Google Chromecast HDMI Streaming Media Player Preisvergleich
  • Google Chromecast HDMI Streaming Media Player Datenblatt

Google springt hier in die Bresche und bietet mit Chromecast eine extrem günstige Lösung an. Unkompliziertes Smart-TV für alle, so lautet das Motto dieses kleinen Streaming-Sticks. Seit Anfang März 2014 ist er nun in Deutschland zu haben und stellt mit 35€ Anschaffungskosten auch für sparsame Menschen keine unüberwindbare Hürde dar.

Technische Voraussetzungen

Die Voraussetzungen sind sehr gering: Ein HDMI-Eingang genügt, um den Chromecast-Stick mit dem TV zu verbinden. Über ein beigelegtes Kabel bezieht er über einen USB-Anschluss Strom. Fehlt dieser, kann der Dongle mittels Adapter auch in einer Steckdose eingesteckt werden. Zu guter Letzt bedarf es noch einer WLAN-Internetanbindung. Über diese kommuniziert Chromecast mit verknüpften Endgeräten wie PCs, Smartphones oder Tablets. Gesteuert wird das ganze per Chromecast-App und ist verfügbar auf allen mobilen Endgeräten mit iOS oder Android. Bei Desktop-Computern ist Support für Windows-Systeme und Mac OS X gegeben. Hier übernimmt der hauseigenen Google-Browser Chrome die Übertragung von Daten. Im Lieferumfang ist neben dem Dongle auch ein HDMI-Adapter und ein USB-Netzkabel mitsamt Netzteil enthalten.

Rudimentäre Installation

Der Chromecast-Stick steckt nun am TV – und nun? Zunächst muss man noch die Signalquelle auf den verwendeten HDMI-Eingang wechseln. Darauf folgt die Installation der Chromecast-App auf Smartphone, Tablet oder PC. Die Erkennung des Chromecast erfolgt automatisch. Um hier Verwechslungen mit anderen Chromecast-Dongles in näherer Umgebung vorzubeugen, besitzen die Sticks eine individuelle Zahlenkennung.

Zusätzlich muss ein Prüfcode auf dem TV-Bildschirm abgeglichen werden. Per App wählt man dann das passende WLAN-Netzwerk aus. Nötige Updates zieht der Stick selbstständig und ist danach startklar. Die Einrichtung gestaltet sich als sehr einfach und mutet selbst unerfahrenen Nutzern nichts Unmögliches zu.

Smartphone und Tablet statt Fernbedienung

Bequem von der Couch aus lässt sich nun per Smartphone und Tablet die Steuerung übernehmen. Anfängliche Berührungsängste erweisen sich schnell als unbegründet: In einem übersichtlichen Interface listet der Chromecast verfügbare Apps auf. Läuft bereits ein Video oder eine Dia-Show, ist das Smartphone bereit für andere Aufgaben. Praktisch: Ein neues Symbol nach Installation der Chromecast-Software aktiviert mit einer Berührung den App-Stream auf das TV-Gerät. Von mehreren Geräten kann der Stick Anweisungen entgegennehmen, abspielbare Medien werden in einer Wiedergabeliste eingegliedert. Hier hat Google sogar persönlich nachgelegt und per Patch eine eigene Mirror-Funktion für Android-Geräte zugefügt. Vorläufig ist die Kompatibilität auf wenige Endgeräte eingeschränkt. Dies soll sich in Zukunft noch ändern. Sollen Medien von der Festplatte auf den TV-Bildschirm gelangen, muss hierfür eine kostenpflichtige App wie Plex vorhanden sein.

Kostenlose und gebührenpflichtige Apps

Besonders interessant sind die Anwendungen für bekannte Video-Streaming-Dienste: Mit maxdome, WATCHEVER, Netflix , Hulu Plus, Google Play und zahlreichen Videoportalen wie YouTube oder Dailymotion – um nur einige zu nennen – kann der schwarze Stecker umgehen. Grund dafür ist das offenes System. Freie Entwickler können mit einem offiziellen SDK ihre eigenen Programme entwickeln und per Chromecast-Shop vertreiben. Auch Spiele sind verfügbar, wenn auch die Eignung hierfür aufgrund größerer Latenzzeiten eher mäßig ist. Einige Apps sind kosten- und werbefrei, für andere muss ein geringes Entgelt im einstelligen Bereich gezahlt werden. Amazon Instant Video ist nicht verfügbar, da Amazon scheinbar eigene Pläne mit dem Fire TV Stick bzw. Amazon Fire TV Box  verfolgt.

Ton- und Bildqualität

Die Bildqualität schließt bei Übertragung aus dem Internet HD-Auflösung bis 1080p mit ein. Beim Streaming vom Chrome-Browser des PCs liegt hier jedoch eine Einschränkung vor – hier ist bereits ab 720p Schluss. Ein weiterer Flaschenhals ist die Leistungskapazität eines Servers. Ältere Laptops und PCs können hier für Ruckler sorgen. Insgesamt kennt Chromecast nur sehr wenige Codecs und Protokolle, nur das Nötigste wurde integriert. So laufen WebM- und MP4-Videos in Zusammenarbeit mit dem VP8-Codec und H264 in drei Profilstufen . Bildmaterial nimmt er in den Formaten JPEG, GIF, PNG, BMP sowie WEBP entgegen. Auch beim Sound ist nur Stereoton verfügbar, fortschrittlicher Dolby Digital Sound ist nicht drin. Anders als bei richtigen Streaming-Boxen puffert der Google-Stick Videos scheinbar nicht immer ausreichend vor. Das erhöhte Risiko von Aussetzern ist also abhängig von der Internetanbindung und Performance der Hardware.

Fazit

Chromecast zeigt stärken und Schwächen. Prinzipiell überwiegen die Vorteile: Für den geringen Betrag von wengier als 30 € streamt man völlig unproblematisch Medien aus dem Internet auf das Fernsehdisplay. Zusätzliches Zubehör an Hardware muss nicht eingekauft werden. Dafür fallen für einige Apps im GoogleStore Kosten an, was aber nichts Ungewöhnliches darstellt. Installation und Bedienung per Smartphone und Tablet geht schnell von der Hand. Die offene Entwicklerumgebung lädt Programmierer ein, neue Anwendungen zu erschaffen. So gesellen sich stets neue, praktische Apps hinzu. Patches haben Funktionen wie die Spiegelung (Screen-Mirroring) des Bildschirmes von Android-Geräten nachgerüstet. Google ruht sich als nicht auf den Vorschusslorbeeren des letzten Jahres aus und arbeitet eifrig an Verbesserungen. Dies ist auch nötig, denn hohe Latenz und vergleichsweise mäßige Bildqualität zu alternativen Lösungen beim direkten Streamen vom eigenen PC sind die Kehrseite der Medaille. Der günstige Preis gleicht dies aber bei Weitem aus.

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