Früher war es der „Klassenkampf“. Heute ist es die „Mobilitätswende“

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| Lesedauer: 3 Minuten Von Henryk M. Broder

Seit Mitte Juni 2019 dürfen auch E-Scooter-Fahrer auf Straßen und Radwegen fahren Seit Mitte Juni 2019 dürfen auch E-Scooter-Fahrer auf Straßen und Radwegen fahren Seit Mitte Juni 2019 dürfen auch E-Scooter-Fahrer auf Straßen und Radwegen fahren Quelle: REUTERS/Christian Hartmann

Rücksichtslose Rad- und E-Tretroller-Fahrer seien eine viel größere Bedrohung für Fußgänger als Autos, schreibt der Automobilclub AvD. Er fordert die Politik auf, die gesetzlichen Regelungen durchzusetzen. Doch das ist naiv. 0  Kommentare

Es ist, finde ich, eine kleine Sensation. Der Automobilclub von Deutschland (AvD), der kleine Bruder des großen ADAC, nimmt sich der Fußgänger an. Die haben zwar auch eine eigene Vertretung, den Fachverband Fußverkehr Deutschland, FUSS, aber die ist noch relativ jung und zählt nur einige Hundert Mitglieder. Insofern ist es gut und richtig, dass der AvD die Fußgänger – oder wie man inzwischen sagt: die zu Fuß Gehenden – adoptiert.In einer eben veröffentlichten Stellungnahme heißt es: „Es ist längst nicht mehr der Autoverkehr, von dem sich die Fußgänger in den Innenstädten unserer Städte bedroht fühlen. Längst sind rücksichtslose Radfahrer und seit Mitte Juni 2019 auch die E-Tretroller die viel gravierendere Bedrohung.“

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