Das 4K-Display dieses Lenovo-Notebooks deklassiert die Konkurrenz

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| Lesedauer: 4 Minuten Von Sven Schulz, Przemyslaw Szymanski

Wer ein günstiges Notebook sucht, ist beim Lenovo Thinkpad X1 Carbon falsch, die Topvariante kostet 2400 Euro Wer ein günstiges Notebook sucht, ist beim Lenovo Thinkpad X1 Carbon falsch, die Topvariante kostet 2400 Euro Wer ein günstiges Notebook sucht, ist beim Lenovo Thinkpad X1 Carbon falsch, die Topvariante kostet 2400 Euro Quelle: Computer Bild

Das Lenovo Thinkpad X1 Carbon ist ein extraleichtes Notebook. Im Test beeindruckte vor allem das scharfe und kontrastreiche 4K-Display. Für Zocker und Sparfüchse eignet sich das Gerät aber nicht. 0  Kommentare Anzeige

Die Lenovo-Serie Thinkpad X1 Carbon gehört zu den extraleichten Notebooks. Die 2019er-Variante hat der Hersteller wieder einmal überarbeitet: mit mehr Tempo und noch mehr Pixel. Was die schicke Flunder im kohlefaserverstärkten Gehäuse draufhat, sagt „Computer Bild“.

Gerade einmal 1107 Gramm wiegt das 14-Zoll-Notebook – da kommen nur wenige Konkurrenten mit, und die sind oft etwas wabbelig. Das Gehäuse des X1 Carbon ist dagegen sehr solide, das merken Nutzer schnell, wenn sie das aufgeklappte Notebook mit einer Hand hochheben.

Im X1 Carbon steckt ein schneller Core-i7-Prozessor mit vier Kernen, der zusammen mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher für mächtig Tempo beim Arbeiten sorgt. Auch Leistungsfresser wie Photoshop laufen auf dem X1 mit hoher Geschwindigkeit, denn die Daten werden von einer schnellen und recht großen (954 Gigabyte) SSD mit PCIe-Technik geliefert.

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Einen Extra-Grafikchip hat sich Lenovo dagegen gespart – bei Notebooks dieser Baugröße üblich, da hier kaum Platz für den dann nötigen Zusatzlüfter ist. Daher muss die Grafikeinheit im Prozessor ran. Beim Arbeiten oder Video gucken kein Problem, für Spiele ist sie aber viel zu langsam. Selbst mit reduzierter Auflösung ruckelten im Schnitt nur 14 Bilder pro Sekunde über das Display.

Das Lenovo Thinkpad X1 Carbon hat ein Top-Display

Bei teuren Notebook-Serien eine Selbstverständlichkeit: Die Ausstattung lässt sich an die Bedürfnisse des Nutzers anpassen. Beim X1 stehen dabei beispielsweise gleich mehrere Displays in 14 Zoll von Full HD (1920×1080 Pixel) über WQHD (2560×1440 Pixel) bis 4K (3840×2160 Pixel) zur Auswahl.

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Der Aufpreis für die 4K-Variante ist deftig, lohnt sich aber: Das Display überzeugte im Test mit einem gestochen scharfen Bild und einer sehr kontrastreichen und genauen Farbdarstellung. Zudem ist es sehr leuchtstark. Das ist nicht nur beim Arbeiten draußen nützlich, das Display kann so auch HDR-Bilder und -Videos mit erweitertem Kontrastumfang in voller Pracht wiedergeben.

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Das schaffen die Displayvarianten mit geringerer Auflösung nicht, dafür gibt es sie mit entspiegelter Displayoberfläche – das 4K ist dagegen glänzend und spiegelt deutlich.

Lenovo Thinkpad X1 Carbon ist leise und ausdauernd

Beim Arbeiten hält das Lenovo rund viereinhalb Stunden durch – ein guter Wert. Beim Videogucken ist schon nach gut dreieinhalb Stunden Ebbe im Akku – da fordert das Super-Display seinen Tribut. Aufladen dauert nicht lang: Nach einer Stunde 55 Minuten ist der Stromspeicher wieder voll.

Das Netzteil wird per USB-C angeschlossen. So funktioniert nicht nur der mitgelieferte Lader (siehe Fotostrecke), sondern die anderer Hersteller.

Gut: Bei schwächeren Modellen warnt das X1 den Nutzer, dass die Leistung nicht reicht, um den Akku im laufenden Betrieb zu laden.

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Dreimal Netzwerk

Bei WLAN (802.11ac mit 2,4 und 5 Gigahertz) und Bluetooth (5.0) bietet das X1 Carbon Standardkost – mit diesen Funktechniken kommen viele aktuelle Notebooks. Was nicht jedes Notebook bietet: Das X1 Carbon bietet zusätzlich eine eingebaute Netzwerkbuchse und findet so auch in verkabelten Netzwerken Anschluss.

Die Netzwerkbuchse am Gerät ist ein Spezialstecker, Lenovo legt aber einen Adapter mit einer Buchse für Standardkabel im RJ45-Format bei. Schade: Der Adapter ist etwas zu breit und blockiert eingesteckt eine der beiden USB-C-Buchsen.

Unterwegs ins Internet? Kein Problem, das X1 Carbon gibt es auch wie bei der getesteten Modellvariante mit LTE-Modem. Der Steckplatz für die SIM-Karte liegt etwas versteckt auf der Rückseite.

Lenovo Thinkpad X1 Carbon mit Toptastatur

Tastatur und Touchpad sind richtig gut: gutes Schreibgefühl, klarer Druckpunkt, genaue Steuerung des Mauszeigers. Und wer partout nicht zwischen Tastatur und Touchpad hin- und herwechseln will, kann als Mausersatz auch den eingebauten Mini-Joystick nehmen.

Wie bei vielen Notebooks ist die oberste Tastenreihe doppelt belegt und lässt sich entweder als Funktionstasten oder zur Anpassung von Notebookeinstellungen wie Bildschirmhelligkeit oder Lautstärke nutzen.

Gut versteckt hat Lenovo die Funktion zum Ein- und Ausschalten der Tastaturbeleuchtung: Das geht über die Tastenkombination „Fn“ plus Leertaste.

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Fazit: Wer ein leises, leichtes und blitzschnelles Notebook zum Arbeiten sucht, ist beim Lenovo Thinkpad X1 Carbon (getestete Variante 20QD003M) genau richtig. Das 4K-Display ist eine echte Wucht: knackig scharf, kontrastreich, farbtreu und HDR-tauglich. Nur Zocker (zu wenig Tempo bei Spielen) und Sparfüchse (hoher Preis) müssen weitersuchen.

Stärken: Top-Display in 4K, sehr schnell, sehr leise, ausdauernd, leicht

Schwächen: für grafisch aufwendige Spiele zu langsam

Testnote: gut (2,1)

Test-Ergebnisse Lenovo Thinkpad X1 Carbon (2019) Test-Ergebnisse Lenovo Thinkpad X1 Carbon (2019) Quelle: Computer Bild
Dieser Artikel stammt aus einer Kooperation mit „Computer Bild“. Klicken Sie auf diese Links, verlassen Sie welt.de und landen auf den Artikeln bei computerbild.de.
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