Diese 30-Kilometer-Lücke offenbart Deutschlands Verfall

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| Lesedauer: 6 Minuten Von Stefan Aust, Helmar Büchel

Lastwagen-Stau auf der Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen Lastwagen-Stau auf der Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen Lastwagen-Stau auf der Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen Quelle: picture alliance/dpa

In keiner anderen deutschen Stadt verlieren Verkehrsteilnehmer mehr Zeit im Stau als in Hamburg. Das liegt vor allem daran, dass die Autobahnanbindung des Hafens immer noch in Planung ist – seit mehr als 90 Jahren. 0  Kommentare

Hamburg ist die Stauhauptstadt Deutschlands. Unangefochten. Noch vor Berlin, das doppelt so viele Einwohner hat. In keiner anderen deutschen Stadt haben Verkehrsteilnehmer im vergangenen Jahr mehr Zeit im Stau verloren. Das bedeutet, dass Fahrten dort etwa ein Drittel länger dauern als bei freier Strecke. Für Pendler verschlechtern sich diese Werte noch drastisch. Wie der Automobilclub von Deutschland ausgerechnet hat, verbringt jeder Hamburg-Pendler demnach im Jahr durchschnittlich 113 Stunden im Stau.

Die eigentlich ermutigende Ursache des Problems ist seit Jahrzehnten bekannt und wird ebenso lange von den politisch Verantwortlichen ignoriert.

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