Diese Vorteile hat ein großer Bildsensor beim Fotografieren

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| Lesedauer: 4 Minuten Von Kristina Baum

Junge Frau macht ein Foto in den Bergen Junge Frau macht ein Foto in den Bergen Weniger Bildrauschen, mehr Details im Bild: Das sind die Vorzüge einer Vollformatkamera Quelle: Getty Images/Mats Silvan

Viele Profis und auch immer mehr Hobby-Fotografen schwören auf die Vollformatkamera – erfahren Sie hier, welche Vorteile die Bildsensorgröße mit sich bringt und welche aktuellen Modelle besonders empfehlenswert sind. 0  Kommentare Anzeige

Wer beim Kauf einer neuen Kamera insbesondere auf gute Bildqualität Wert legt, muss sich die Frage stellen, ob statt einer Cropformat-Kamera nicht doch lieber ein Modell mit größerem Sensor infrage kommen sollte. Doch was ist eine Vollformatkamera eigentlich? Hier erhalten Sie alle wichtigen Infos sowie aktuelle Kaufempfehlungen.

Eine Vollformatkamera zeichnet sich dadurch aus, dass der integrierte elektronische Bildsensor dem Bildformat eines 35-Millimeter-Kleinbildfilms entspricht – nämlich 24 x 36 Millimeter. Viele Digitalkameras* arbeiten mit dem sogenannten Cropformat und nehmen lediglich einen Ausschnitt auf, den das Objektiv bietet. Daher gibt es deutliche Unterschiede zwischen Bildern einer gewöhnlichen APS-C-Sensor-Kamera und einer Vollformatkamera.

Die Vorteile von Vollformat: Weniger Bildrauschen

Nur die Anzahl der Megapixel bei der Kaufentscheidung im Blick zu haben, ist beim Kauf einer neuen Kamera keine gute Idee – entscheidend ist auch der elektronische Bildsensor, der die Aufnahme verarbeitet. Je größer der Sensor und je größer die darauf befindlichen Pixel, desto mehr Informationen können gespeichert werden. Gerade wenn bei Kameras mit kleineren APS-C-Sensoren eine hohe Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert) eingestellt wird, um auch bei schwachem Licht zu fotografieren, entsteht lästiges Bildrauschen. Dies kann mit einer Vollformatkamera reduziert werden.

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Für Schnappschüsse bei Sportveranstaltungen oder anderen beweglichen Motiven sorgen kurze Verschlusszeiten für klare Bilder. Zudem nutzen Fotografen, wenn möglich, gern eine niedrige ISO-Einstellung, um das Bildrauschen gering zu halten. Mit schwacher Lichtempfindlichkeit und kurzer Verschlusszeit erhöht sich aber auch die Gefahr, dass Bilder zu dunkel geraten. Hier ist ein Vollformatsensor von Vorteil, da er mehr Licht fängt als ein kleinerer APS-C-Sensor.

Die Spiegelreflexkamera Nikon D750* erfüllt die Ansprüche von Fotografen, die im Vollformat erstklassige Ergebnisse erzielen möchten. Mit einem Empfindlichkeitsbereich von ISO 100 bis 12.800 lässt sich auch unter schwierigsten Lichtbedingungen hervorragende Detailschärfe erreichen.

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Bessere Schnappschüsse durch größeres Format

Eine Vollformatkamera ist zudem von Vorteil, wenn Aufnahmen spontan entstehen sollen. So nimmt die Kamera auch Bereiche auf, die später in der Bildbearbeitung bei Bedarf weggeschnitten werden können, die aber im Zweifel dazu beitragen, den perfekten Moment zu erwischen. Ein Beispiel: Ändert ein Fußballspieler genau beim Auslösen der Kamera seine Richtung, könnte eine APS-C-Kamera diesen Moment verfehlen. Im Vollformat dagegen wird die Bewegung eher aufgezeichnet.

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Auch der Dynamikbereich, also der Rahmen, in dem dunkle Schatten bis hin zu hellen Details eines Motivs erfasst werden können, ist bei einer Vollformatkamera größer. So können Aufnahmen noch detailreicher erfasst werden.

Empfehlenswert ist beispielsweise die Canon EOS 6D Mark II. Der mit 26,2 Megapixeln ausgestattete Vollformat-Sensor liefert detaillierte Bilder mit hohem Belichtungsspielraum und geringem Bildrauschen.

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Bessere Schärfentiefe

Für professionelles Fotografieren eignet sich eine Kamera mit größerem Bildsensor außerdem besser, weil durch die detailreicheren Aufnahmen das Freistellen von Motiven vor unscharfen Hintergründen leichter von der Hand geht. Denn: Mit einer Vollformatkamera lässt sich eine besonders Schärfentiefe erzeugen – dadurch haben es Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop später leichter, Vorder- und Hintergrund zu unterscheiden.

Übrigens: Die laut Hersteller kleinste Vollformatkamera ohne Spiegel ist die Sigma FP* mit Maßen von 23,1 x 23,1 x 23,1 Zentimetern sowie 112 Gramm, doch auch so kompakte Technik hat ihren Preis. Eine Vollformat-Kompaktkamera kann gerade auf Reisen praktisch sein, da sie wenig Platz benötigt und überall dabei sein kann.

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Vollformat-Systemkamera

Wer dagegen ein größeres Modell bevorzugt, aber trotzdem auf das Gewicht achtet, kann auf eine Vollformat-Systemkamera zurückgreifen. Anders als bei einer Spiegelreflexkamera fehlt hier gänzlich die Spiegelkonstruktion, was das Gewicht deutlich verringert.

Mit einer Vollformat-Systemkamera haben Nutzer also die Möglichkeit, die Vorteile eines leichten, kompakten und zugleich vielseitigen Modells zu nutzen, da sich auch Objektive tauschen lassen und zahlreiche Einstellungen selbst vorgenommen werden können. Solch eine spiegellose Vollformatkamera ist beispielsweise die erschwingliche Sony Alpha 7*, die Sie bereits im Set mit passendem Objektiv kaufen können.

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